Es ist noch gar nicht so lange her, da haben wir die Hubert-Houben-Kampfbahn in Krefeld besucht. Von der denkmalgeschützten Tribüne aus dem Jahr 1925 war allerdings nicht viel zu sehen, da sie von einem Baugerüst umgeben war. Ein Gespräch vor Ort brachte wenig Aufschluss, weil nicht klar war, wann die Tribüne wieder betreten werden kann.
Jetzt gibt es Nachrichten, aber keine guten: „Tribüne der Hubert-Houben-Kampfbahn muss abgerissen werden“, titelte die Stadt Krefeld und erläuterte, dass „die Standfestigkeit nicht mehr gegeben ist“, wie „eine umfangreiche Beprobung des Bauwerks durch ein sachverständiges Ingenieurbüro ergeben“ habe.
„Ganz verloren gehen muss ihr vertrautes Gesicht allerdings nicht“, berichtete jüngst die Seite FUPA.net, denn die Stadt Krefeld habe eine Möglichkeit aufgezeigt, „zumindest einen Teil der historischen Bausubstanz zu retten.“ Wie das gelingen soll? „Die Ziegel könnten beim Abriss sorgfältig abgetragen, aufbereitet und später wiederverwendet werden“, erklärt FUPA.net, „beim Bau eines neuen Gebäudes hätte man dann die Möglichkeit, die ortstypischen Oberflächen wieder erleben zu können“, ergänzt Baudezernent Marcus Beyer. Die Geschichte der Hubert-Houben-Kampfbahn ist also noch nicht ganz auserzählt.
Der ASV Fürth hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen
Das Stadion an der Magazinstraße in Fürth findet im Vergleich dazu paradiesische Zustände vor, allerdings wird das Tribünenschätzchen nicht zu retten sein, wenn nicht bald ein Wunder passiert. Wie bei Renovierungsarbeiten deutlich wurde, muss die Holztribüne an der Magazinstraße saniert werden. Die Kosten: 150 000 Euro. „Für einen ehrenamtlich getragenen Verein wie den ASV Fürth ist das nicht nur eine schlechte Nachricht – es ist eine Hiobsbotschaft, eine Katastrophe“, heißt es auf der Seite des ASV. Der Verein hat eine Spendenaktion gestartet, um die Tribüne aus dem Jahr 1914 zu retten.
Bereits abgerissen ist das Tribünendach im Stadion am Schloss Strünkede in Herne – durch die Fördergelder des Bundes wird es aber ein neues geben. Über eine Millionen Euro aus dem Programm Sanierung kommunaler Sportstätten werden in den EDEKA Koch-Sportpark fließen, so wie die Traditionsstätte derzeit heißt. „Nach der Sanierung wird das Stadion auch für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte und Theatervorführungen nutzbar sein“, sagte SPD-Bundestagsabgeordneten Hendrik Bollmann der Seite halloherne.de und ergänzte: „Mit der Förderung können wir eine traditionsreiche Sportstätte zukunftsfest machen.“


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