Fußballrepublik Deutschland

Unser 11 Freunde-Interview in der Ausgabe 206 beendete ich mit dem Satz: „Ich wäre aller­dings sehr dankbar, wenn 11 FREUNDE auf eine Titel­ge­schichte über »99 Orte in Europa, die Fuß­ball­fans gesehen haben müssen« ver­zichten würde. Denn das könnte meine Ehe dann doch gefährden.“

Keine Europa-Tour, aber auch keine Rücksicht auf die Ehe

17 Ausgaben später ist es nicht die befürchtete Europa-Tournee, sondern eine überarbeitete Deutschlandreise, die es auf den Titel der aktuellen “11 Freunde” geschafft hat. In der Nummer 223 warten „150 geheime Orte des Fußballs – und ein paar bekannte, die jeder Fan gesehen haben muss“, übrigens mit einigen Fotos von unserer Seite. Und auch wenn es nicht ganz Europa ist, zumindest die angrenzenden Nachbarländer sind oft nur einen Katzensprung entfernt: Vilshofen an der Donau, Achtrup an der dänischen Grenze oder der polnische Vorhof Cottbus-Dissenchen, bei der Wahl der Orte wurde offenbar weder Rücksicht auf die CO2-Bilanz noch auf unsere Ehe gelegt.

Das gilt mancherorts auch für die Sehenswürdigkeit per se. Zum Beispiel beim Kernkraftwerk Lubmin oder dem Elternhaus von Werner Hansch. Theoretisch könnte man das auch über die Räumlichkeiten von Software 2000 sagen, einem einfachen Gebäude im Industriegebiet von Eutin. Aber da ist eben nicht nur der Backsteinbau, sondern auch die Geschichte eines Computerspiels, die des Bundesliga Managers, das aus diesem Gebäude heraus seinen Siegeszug antrat und uns in den Ferien Vollzeit an den Amiga klettete. Und schon wächst die Vorfreude auf die historische Reise zur BSG Kernkraftwerk Greifswald, auf das Schnitzel „Wiener Art“ bei Hoppys Treff in Holzwickede und auf schiefe Treppen und krumme Nägel in längst vergessenen Stadien, so wie im Kurt-Bürger in Wismar.

Die Reise geht weiter.

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